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Bittere Niederlage gegen GSV Kassel in der JVA

07. 11. 2019

Am vergangenen Samstag mussten die Herren des Handballclubs Medebach gegen den GSV Kassel in der JVA antreten.

Leider stand schon die Vorbereitung auf diese Partie unter keinem guten Stern. Der HCM konnte auf Grund der Herbstferien und der Renovierung der kleinen Sporthalle und den damit verbundenen neuen Hallennutzungszeiten vor dem Spiel nur 1 mal trainieren. In dieser Trainingseinheit verletzte sich dann noch zu allem Überfluss Kreisläufer Christoph Schnellen am Knöchel. Er fällt für mindestens 2 Wochen aus (An dieser Stelle nochmal gute Besserung!). Damit wurde die ohnehin schon dünne Spielerdecke weiter ausgedünnt und die Mannschaft konnte wie in der vorherigen Partie wieder nur mit insgesamt 9 Spielern anreisen.

Der HCM wusste, dass dies ein ganz enges Spiel werden würde, denn beide Mannschaften waren in den vergangenen Jahren häufig auf Augenhöhe und die Ergebnisse fielen am Ende immer sehr knapp aus. Vor dem Anpfiff stand jedoch erstmal ein großes Fragezeichen, da der GSV Kassel mit einigen neuen Spielern auflief, im Gegenzug fehlten einige der bekannten Gesichter aus den Vorjahren.

Beide Mannschaften schenkten sich wie zu erwarten von Beginn an nichts. Der HCM ging zunächst mit 2:0 in Führung. Kassel konnte jedoch kurzfristig wieder nachziehen. Der nächste Schock dann für den HCM, als sich Felix Winterberg bereits in der Anfangsphase am Knie verletzte und auf die Bank musste. Glücklicherweise konnte er nach einer Pause und „Behandlung“ mit dem Eisbeutel weiterspielen.

In der 20. Minute nahm der Gastgeber beim Stand von 8:8 seine erste Auszeit. Im Anschluss ging Kassel das erste Mal in Führung und konnte sich bis zur Halbzeit auf ein 14:11 absetzen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in den ersten 30 Minuten Medebach kein wirklich gutes Spiel zeigte. Insgesamt war einfach zu wenig Bewegung im Angriffsspiel vorhanden. Philipp Gerbracht ackerte zwar auf der Kreisläuferposition „wie ein Besessener“ und konnte auch immer wieder 2 Abwehrspieler auf sich ziehen, allerdings wurden die dadurch entstandenen Lücken von den Rückraumspielern zu wenig ausgenutzt.
Teilweise wurde dann einfach an der 9-Meter-Linie der Torabschluss gesucht, welcher aber häufig vom starken Kassler Keeper entschärft werden konnte. Kassel nutzte dann diese Ballverluste oft zu einem Tempogegenstoß, der über den blitzschnellen Links-Außen erfolgte, welcher insgesamt 11 Tore in der Partie erzielen konnte.
Zudem haderte der HCM bereits in der ersten Hälfte mehrfach mit dem Schiedsrichter, der durch einen Justizvollzugsbeamten der JVA gestellt wurde.

Nach der Pause fand Medebach wieder besser ins Spiel und nutzte die Lücken in der Kassler Abwehr durch mehr Bewegung und schnelles Passspiel besser aus. In der 45. Minute war der HCM auf dem besten Weg das Spiel zu drehen und konnte zum 17:17 ausgleichen.
Der Gastgeber nahm erneut eine Auszeit. Danach kam es zum Bruch im Medebacher Spiel, an dem aus Sicht der Gäste der heimische Schiedsrichter nicht unbeteiligt war.
In dieser heißen Phase des Spiels fielen vermehrt Schiedsrichterentscheidungen gegen den HCM, die nicht wirklich nachzuvollziehen waren. Selbst ein eindeutiger Einwurf für die Gäste wurde beispielsweise nicht gegeben, stattdessen ließ man das Spiel mit Torabwurf weiterlaufen, welcher prompt erneut in einen Tempogegenstoß verwertet wurde.

Zudem wurde das Spiel immer ruppiger. Gerade Philipp Gerbracht musste am Kreis einiges einstecken und lag des Öfteren auf dem Hallenboden. Kassel konnte in der 50. Minute mit 2 Toren erneut in Führung gehen. Torwart und Mannschaftsverantwortlicher Sandro Nocera bekam dann wegen eines Kommentars zu einer weiteren „kuriosen“ Schiedsrichterentscheidung eine 2-Minuten-Strafe aufgebrummt, wodurch er seine Mannschaft natürlich erheblich schwächte.

Kassel nutzte das Überzahlspiel auch prompt aus und zog 6 Minuten vor Schluss um 4 Tore auf 22:18 davon. Medebach versuchte dann nochmal alles, aber am Ende blieb den Hansestädtern dann einfach zu wenig Zeit, die drohende Niederlage noch abzuwenden. Somit stand beim Schlusspfiff eine bittere 25:21 Niederlage auf der Anzeigetafel, welche gerade auf Grund der schwachen ersten Hälfte natürlich auch der Mannschaft angekreidet werden muss.

Nichtsdestotrotz blieb am Ende auch der fade Beigeschmack, dass man gerade in der Phase, in der man auf dem Weg war das Spiel zu drehen, gegen 8 statt 7 Gegnern auf dem Feld stand. Und wenn einem nach dem Spiel selbst die Gegenspieler teilweise zustimmen, kann dieser Eindruck ja nicht so verkehrt gewesen sein.

Aber auch wenn wir am Ende mit der Leistung des Unparteiischen nicht zufrieden waren, möchten wir uns trotzdem für die Leitung des Spiels bedanken. Denn auch wenn wir als Spieler häufig auf die Schiedsrichter schimpfen: Ohne Schiedsrichter gäbe es keinen Spielbetrieb.

Für den HCM bleibt allerdings keine Zeit, „seine Wunden zu lecken“, denn am Samstag wartet mit dem SVH Kassel III bereits der nächste Auswärtsgegner auf das Team

 

Für den HCM spielten: Felix Winterberg, Markus Schnellen, Steffen Schmidt, Philipp Gerbracht, Lennard Nimscholz, Nick Kaiser, Andre Vogt, Florian Rohden (TW/Feld), Sandro Nocera (TW)